Der Pflegeversicherung Vergleich bei der privaten Pflegeversicherung

Die Pflegeversicherung und auch die private Pflegeversicherung sind immer wieder Gegenstand kontroverser Diskussionen. Hält die eine Seite die mit Kapital gedeckte, private Sicherung des Risikos eines Pflegefalles für durchaus praktikabel und adäquat, plädiert die andere für die Beibehaltung der konventionell umlagefinanzierten Pflichtversicherung.

Die momentane Situation bedeutet, nicht nur für die gesetzlich versicherten Bürger, dass im Falle der Situation einer Pflegebedürftigkeit eine Einordnung in eine Pflegestufe vorgenommen wird, nach der sich auch die zu erwartende Entschädigung, beziehungsweise die Höhe der Tagessätze und der monatlichen Zusatzrente bei privat abgeschlossener Pflegetagesgeldversicherung oder Pflegerentenversicherung richtet. Es existieren vier Pflegestufen.

  • Pflegestufe 1 Erhebliche Bedürftigkeit an Pflege
    Hier ist ein täglicher Pflegebedarf von wenigstens 90 Minuten am Tag vonnöten, davon zumindest 45 Minuten am Tag für die Grundversorgung/Grundpflege.
  • Pflegestufe 2 Schwere Bedürftigkeit an Pflege
    Der tägliche Bedarf an Pflege steigt auf wenigstens 80 Minuten, wovon der Grundpflegebedarf zu wenigst 120 Minuten einnimmt.
  • Pflegestufe 3 Schwerste Bedürftigkeit an Pflege
    Der Pflegebedarf liegt bei mehr als 300 Minuten pro Tag, wobei der Grundpflegebedarf bei wenigstens 240 Minuten täglich liegt. Zusätzlich muss die Grundpflege auch während der Nachtstunden von 22 bis 6.00 Uhr notwendig sein.
  • Pflegestufe 0 Eingeschränkte Kompetenz im Alltag
    Geistig und körperlich behinderte Mitmenschen haben Anspruch auf gewisse Leistungen die allgemeine Beaufsichtigung sowie Betreuung anlangend, sie haben Anspruch auf Pflegegeld.

Im Bereich der privaten Pflegeversicherung existieren vier Modelle

  • Pflegetagesgeldversicherung
  • Pflegerentenversicherung
  • Pflegekostenversicherung
  • staatlich geförderte private Zusatzversicherung

Die Pflegetagesgeldversicherung zahlt für jeden Tag, an dem der Versicherungsnehmer nachweislich (also laut Gutachten des medizinischen Dienstes oder der Medicproof GmbH) pflegebedürftig ist, einen vorher vereinbarten Tagesbetrag aus. Die Pflegerentenversicherung leistet im Pflegefall einen monatlichen Rentenbeitrag, der ebenfalls nach den Pflegestufen gestaffelt ist.

Die Pflegekostenversicherung schließlich bezahlt einen vereinbarten Prozentsatz der Kosten, die nicht von der gesetzlichen Pflegeversicherung bezahlt werden. Im Falle eines so vereinbarten Falles die komplette Restschuld. Die staatlich geförderte private Zusatzversicherung beinhaltet einen Satz von monatlich 5.- Euro für die oder denjenigen, der eine private Pflegezusatzversicherung abschließt, um die Kostendifferenz zur gesetzlichen Versicherung auszugleichen.

Die Versicherungsunternehmen, welche diese Art von Versicherung anbieten, dürfen niemanden aufgrund von Vorerkrankungen ablehnen.

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